Informationen & FAQ

Wer, was, wann und warum?

Am 3. Oktober 2015 werden wir alle – gemeinsam mit bekannten, angesagten MusikerInnen, KünstlerInnen und Intellektuellen – laut sein. Lauter als jemals zuvor! Und zwar am Heldenplatz in Wien. Die Volkshilfe veranstaltet ein großes Solidaritätskonzert für Flüchtlinge – in einer breiten Kooperation mit den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Caritas, Diakonie, Hilfswerk und Österreichischem Roten Kreuz, unterstützt unter anderm von den Kinderfreunden, dem ÖGB und dem Integrationshaus und ermöglicht durch die Stadt Wien.

Der Initiator Erich Fenninger, Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe:Portrait Erich Fenninger

“In Europa und leider auch in Österreich gibt es eine Gruppe von Menschen, für die scheinbar fundamentale Menschenrechte nicht gelten. Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen müssen. Das wollen wir nicht länger hinnehmen. Daher lade ich alle engagierten, interessierten, helfenden, empörten, mitleidenden, Schutz gebenden, menschenrechtlich orientierten Menschen ein, am Heldenplatz dabei zu sein. Unüberhörbar möchten wir gemeinsam ein Zeichen setzen: Ein Zeichen für Menschlichkeit!“

Ewald Tatar, Organisator von Novarock und Geschäftsführer von Nova Music, organisiert mit seinem Team die auftretenden KünstlerInnen. Es wird dem Anlass entsprechend ein beeindruckendes Line-Up von jungen MusikerInnen und großartigen, arrivierten KünstlerInnen geben.

VOICES FOR REFUGEES wird am 3. Oktober auch als Live-Stream auf dieser Website (www.voicesforrefugees.com) und im österreichischen TV Puls4 (www.puls4.com) übertragen.

Warum “VOICES FOR REFUGEES”?

„VOICES“ steht einerseits für die Stimmen der KünstlerInnen, die auftreten und performen werden und sich somit mit allen ÖsterreicherInnen solidarisieren, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Andererseits steht “VOICES” für die Stimme jedes einzelnen Menschen, der auf den Heldenplatz kommt und somit ein Zeichen setzt: Gegen Unmenschlichkeit, für Respekt und Achtung im Umgang miteinander und vor allem mit den Flüchtlingen. Mit “VOICES” erheben wir unsere Stimmen in Vertretung all jener, deren Schreie nicht gehört werden.

Wohlstand? – Verantwortung.

Europa ist ein reicher Kontinent. Aus Wohlstand und Sicherheit erwächst Verantwortung: Europa hat eine große Verantwortung jenen Menschen gegenüber, die sich vor Hunger, Krieg und Tod in Sicherheit bringen wollen. Die Verpflichtung, Leben zu schützen. Denn das sind die Grundfesten, auf denen diese Wertegemeinschaft erbaut wurde. Werden diese weiter ignoriert, setzt Europa Grundwerte wie Freiheit, Gleichheit, Solidarität aufs Spiel. Sprich: Menschlichkeit. Wir verfügen über ausreichend Ressourcen, um den Menschen Obdach zu geben. Setzen wir gemeinsam auch hier ein Zeichen der Menschlichkeit.

Weil.

Beinahe 65% aller Österreicher und Österreicherinnen wollen – so das Ergebnis des Volkshilfe Sozialbarometers – dass Flüchtlingen das Asylrecht weiterhin gewährt wird. Die menschenrechtliche Gesinnung, unsere humanistische Tradition und unser modernes Selbstverständnis als demokratische Republik müssen auch im politischen Handeln zum Ausdruck kommen. Die Bundeshauptstadt Wien ist hier beispielgebend für andere Bundesländer vorangegangen. Die Zivilgesellschaft hat auf den Bahnhöfen Österreichs, in Nickelsdorf, Traiskirchen und vielen anderen Flüchtlingsunterkünften gezeigt, wie Menschlichkeit und Solidarität aussehen können.

Die Menschenrechte sind unteilbar, unveräußerlich und universell. Denn wenn das Asylrecht fällt, fällt auch das Menschenrecht in unserem Land. Kein Mensch auf der ganzen Welt verlässt seine Heimat ohne Grund. Flucht ist kein Verbrechen. Das gilt es nie zu vergessen. Denn das zu vergessen heißt Barbarei. Und gegen diese müssen wir aufschreien. In Europa, aber auch in Österreich.

Wie?

Der Eintrit ist frei.

Laut und gemeinsam:

Am 3. Oktober 2015 ab 16:30 Uhr am Heldenplatz in Wien.