Wolfgang Seligo, Jazzpianist:

„In den letzten Wochen gab es eine sehr starke Berichterstattung über das “Flüchtlingsdrama”, leider immer wieder mit sehr populistischen Schlagzeilen, die die Menschen verunsichern. Ich bitte euch: Habt keine Angst und gebt den Menschen eine Chance. Vielen Dank.“ Wir bedanken uns bei mica – music austria für das Sammeln eines großen Teils der MusikerInnen-Statements dieser … Mehr Wolfgang Seligo, Jazzpianist:

Georg Breinschmid, Bassist & Komponist:

„In den letzten Wochen habe ich einige Male am Wiener Haupt- und Westbahnhof mitgeholfen, Flüchtlinge zu versorgen, Essen zu bringen, in der Küche mitzuhelfen usw. Das waren zutiefst bewegende Erlebnisse für mich, geflüchtete, entwurzelte Menschen und Familien zu sehen, die auf dem Boden schlafen mussten, nichts als ihr nacktes Überleben retten konnten, praktisch vor dem Nichts stehen … Mehr Georg Breinschmid, Bassist & Komponist:

Bolschoi Beat, Band:

Der Gang der Geschichte ist der Fortgang. Von klein auf: aus der Wiege, aus dem Elternhaus, aus der Umgebung. Die Menschheit ist international. Internationalität ist der Kompass der menschlichen Evolution. Diese globale Zusammen-Führung findet in allen Domänen statt. Von der Wanderung des Homo sapiens bis zum Internet. Und immer als Migration … Mehr Bolschoi Beat, Band:

Kreisky, Band:

„Je weiter weg man ist, desto leichter bündelt man Menschen zu Gruppen, Völkern, Massen. Aber jede Gruppe, jedes Volk, jede Masse besteht aus Menschen. Nicht nur aus der Nähe betrachtet.“

Bernhard Eder, Musiker:

„Ich möchte allen ans Herz legen, auf diese Menschen zuzugehen, damit wir Namen und Geschichten zu Gesichtern haben. Damit »Flüchtlinge und Asylwerber« wieder zu den Menschen werden die sie waren, Selbstvertrauen gewinnen und aktive Mitmenschen sein können. Say it loud and say it clear – YOU are welcome here!“

Coshiva, Musikerin:

„Ich halte es für unerlässlich, Unschuldige zu schützen und zu verteidigen – und das Gefühl für die Nächstenliebe nie zu verlieren! Als Mutter fühle ich sehr mit Frauen und Kindern mit, die Heimat, Freunde und ihr Hab und Gut hinter sich lassen müssen, um in eine sichere aber ungewisse Zukunft zu flüchten.“

Lukas Plöchl, Rapper:

“Da ich meinen Zivildienst in der Flüchtlingsbetreuung leistete, trifft es mich sehr, was da gerade abgeht, und wie viele Lügen und Schauermärchen die Runde machen. Ich wünsch mir mehr Mitgefühl, dass man versucht sich mal in die Lage eines Menschen auf der Flucht hineinzuversetzen. Was würden wir tun, wenn wir um unser Leben und das unserer Liebsten fürchten müssten? … Mehr Lukas Plöchl, Rapper:

Vea Kaiser, Schriftstellerin:

„Es ist höchste Zeit, sich für ein menschliches Miteinander auszusprechen und den Lügen der erstarkenden Rechten mit Vernunft und Wahrheit vehementer denn je entgegenzutreten. Und vor allem ist es höchste Zeit, laut und stark dagegen zu protestieren, dass unsere Regierung untätig dabei zuschaut, wie die Zivilgesellschaft das übernimmt, was die Regierung eigentlich tun sollte … Mehr Vea Kaiser, Schriftstellerin:

Conchita, Sängerin:

„Wer Liebe sagt muss auch Respekt sagen. Das gilt besonders für Menschen, die vor Krieg und Elend fliehen und Hilfe brauchen. Liebe und Respekt ist meine Motivation dem Konzert am 3. Oktober meine Stimme zu geben. Als eine der Voices for Refugees.“

Janina Lebiszczak, Journalistin und Autorin:

„Ich bin immer viel in der Weltgeschichte herumgereist und durfte fremde Kulturen kennenlernen. Vielleicht habe ich deswegen weniger Angst vor allem was „fremd“ ist. Ich habe früh erkannt: Es gibt überall gute und schlechte Menschen, egal welche Hautfarbe, Herkunft oder geschlechtliche Orientierung sie haben. Aber was oder wer ist überhaupt „fremd“? … Mehr Janina Lebiszczak, Journalistin und Autorin:

Die Toten Hosen, Band:

„Wir freuen uns sehr über die Einladung zu „Voices for Refugees“. Mit der Teilnahme an dem Konzert wollen wir sowohl unsere Solidarität als auch unseren Respekt gegenüber allen Menschen und Organisationen ausdrücken, die sich mit unglaublichem Engagement, oft bis zum Rande der Erschöpfung, dafür einsetzen, Schutzsuchenden eine menschenwürdige Aufnahme und Unterbringung zu bieten … Mehr Die Toten Hosen, Band:

Christine Schörkhuber alias „Canned Fit“, Künstlerin und Musikerin:

„Ich habe viel gelernt von den Vertriebenen und von den großartigen Menschen, die seit Wochen als Freiwillige Unglaubliches leisten, und eines ist sicher: helfen, handeln und kommunizieren macht viel glücklicher und stolzer als sich angstvoll und verbittert hinter einem Gartenzaun zu verschanzen … Mehr Christine Schörkhuber alias „Canned Fit“, Künstlerin und Musikerin:

Mia Zabelka, Musikerin:

„Bei einigem Verständnis für die Sorgen und Ängste der österreichischen Bevölkerung ist die Bereitschaft zu roher Gewalt und zur Äußerung von Hassgefühlen für mich erschreckend und nicht nachvollziehbar. Es ist ein großer Mangel an Menschlichkeit feststellbar … Mehr Mia Zabelka, Musikerin:

Dawa, Band:

„Bei all dem Unverständnis, der Angst vor dem Fremden, der Fremdenfeindlichkeit, die man in der letzten Zeit erleben musste ist es wichtig Empathie, Mut und Offenheit zu zeigen, zu beweisen, dass man gemeinsam etwas Großes leisten kann und dass in diesem „gemeinsam“ alle miteingeschlossen sind. Multikulturalität sollte kein Problem sein, sondern eine Bereicherung & Inspiration, … Mehr Dawa, Band:

Thomas Arzt, Schriftsteller:

„Hilfe ist nicht nur ein Tag der Euphorie. Hilfe ist auch ein Tag der Ernüchterung, Erschöpfung und Überforderung. Wir sollten nicht verschweigen, was uns überfordert. Im Schweigen wartet die Angst. Wir sollten neue Worte finden – gegen unsere Ohnmacht und für einen neuen Mut, die Zukunft anzugehen. Hilfe ist, darüber zu sprechen.“

Shira Karmon, Sopranistin:

„Wir waren einmal Tiere. Dann sind wir Menschen geworden. Ich bin ein Mensch. Dann bin ich eine Frau. Dann bin ich eine Künstlerin. Dann bin ich eine israelische Nomadin. Und Ich bin dankbar für jeden, der entscheidet, immer wieder Mensch zu sein, Mensch sein zu lassen. Das passiert. Wir spüren es in persönlichen Begegnungen … Mehr Shira Karmon, Sopranistin:

Franzobel, Schriftsteller:

„Ehrlich, ich habe Angst vor Veränderung, Angst vor Menschen und ja, auch Angst vor zu vielen Flüchtlingen. Aber dann war ich zufällig am Westbahnhof und habe hunderte, tausende gesehen. Und ich habe die unglaubliche Solidarität gesehen, das Glück der Helfer, die ansteckende Begeisterung. Ich weiß nicht, was momentan passiert … Mehr Franzobel, Schriftsteller:

Clemens Maria Schreiner, Kabarettist:

„Immer muss man sich entscheiden. Ist oft schwierig. Aber manchmal auch ganz leicht. Entscheiden wir uns für ein wertschätzendes Willkommen, ein verständnisvolles Miteinander und Unterstützung für jene, die nicht so viel Glück hatten wie wir. Entscheiden wir uns für Offenheit, Respekt und Vertrauen. Denn Menschlichkeit ist immer die richtige Entscheidung.“

Robert Schindel, Autor:

„Von diesem Land mussten vor kaum achzig Jahren Andersdenkende und „Nichtarier“ fliehen, um nicht verschleppt und ermordet zu werden. Die Enkel und Urenkel der damals Zusehenden oder Mitmachenden erweisen den heutigen Flüchtlingen viel Solidarität und Hilfe. Das muss so bleiben und sich verstärken … Mehr Robert Schindel, Autor:

Thomas Stangl, Schriftsteller:

„Wer von uns kann sich vorstellen, was es bedeutet, alles verloren zu haben, ganz aus seinem Leben gerissen zu werden, sich an nichts mehr halten zu können? Es gibt nichts Selbstverständlicheres, Notwendigeres, Richtigeres als Flüchtlingen zu helfen. Dass so viele es tun, macht auch dieses Land besser.“

Sabine Scholl, Schriftstellerin:

„Menschen, Geschichten und Worte bewegen sich von Ort zu Ort, immer schon. So wurden und werden wir was wir sind. Die frisch Angekommenen brauchen Übersetzer, Ärzte, Psychologen, Sprachlehrer, rasche Amtswege, Offenheit. Künstler und Autoren arbeiten am Bewusstsein für eine notwendig neue Erzählung vom Wir.“

Sabine Gruber, Schriftstellerin:

  „Literatur kann dazu beitragen, anders wahrzunehmen, sich hineinzufühlen, als Empathieschulung zu fungieren. Derzeit ist die Haltung des reichen Europa einfach beschämend. Für Österreich wünsche ich mir ein Integrationsministerium, das die Aufgaben im Flüchtlingsbereich übernimmt.“

Farewell Dear Ghost, Band:

„Weil es nicht sein kann, dass Hilfe suchende Menschen weggeschickt und vertrieben werden, schreit die Band Farewell Dear Ghost laut: #refugeeswelcome!“ Wir bedanken uns bei mica – music austria für das Sammeln eines großen Teils der MusikerInnen-Statements dieser Website.

Karin Kienberger, Liedermacherin:

„Da verlassen Menschen ihr Zuhause, ihre Heimat auf der Suche nach Schutz und mit der Hoffnung darauf neu anfangen zu können und im besten Falle eine neue Heimat zu finden. Ich benutze bewusst das Wort Heimat, weil ich nicht einsehe dass eine österreichische Partei, dieses Wort in einer solch pervertierten Begrifflichkeit benutzt und damit seine ursprüngliche Kraft zunichte macht … Mehr Karin Kienberger, Liedermacherin:

Blinded by Stardust, Band:

„Wenn Menschen um ihr Leben fürchten – sollte es selbstverständlich sein zu helfen. Wenn Kinder weinen, um Hilfe flehen – sollte es selbstverständlich sein zu helfen. Unabhängig von Nationalität, territorialen Grenzen & politisch-bürokratischen Gesetzen. Ein Hoch auf die Zivilgesellschaft, welche in den letzten Wochen unvorstellbares geleistet hat! REFUGEES ARE WELCOME … Mehr Blinded by Stardust, Band:

Ingrid Huber, Musikerin:

„Als Wahlsteirerin mit bayerischem Migrationshintergrund, Enkelin/Tochter von mehrfach ausgebombten und evakuierten Großeltern/Eltern, als Vollbluteuropäerin und überzeugte Weltenbürgerin möchte ich dafür singen, innere Grenzen zu überwinden und die äußeren Grenzen zu öffnen … Mehr Ingrid Huber, Musikerin: